Es gibt wenige Gruppen wie die Gruppe Sport, dessen kann man sich sicher sein.
Sport haben einen großen Bekanntheitsgrad, allerdings nur innerhalb der Hamburger Stadtgrenzen. Soweit so gut.
Doch auch wenn Sport in Hamburg von etlichen Leuten gekannt werden, diese zu finden, scheint nicht einfach zu sein. Es war ja nicht mein erstes Sport-Konzert, und das selbe Bild schien sich zu wiederholen. 30 Fans und ganz viele Leute, die die Musik nicht so toll finden und sich lieber unterhalten.
Und nur damit das klar ist: Nach Rammstein sind Sport die lauteste Band, die ich kenne. Sie machen echt einen enormen Lärm.
Und auch wenn das hier Hafengeburtstag ist, und man nichtmal Eintritt zahlen muss, schien sich niemand für die Guten zu begeistern.
Warum denn? Die Musik ist laut, nicht auffällig besonders, aber gut gemacht. Die Texte sind intelligent, aussagekräftig…
Das wirds sein… die Texte. Die haben ja Sinn und Verstand. Und sie sind auf deutsch, damit man auch ja jedes Wort versteht. Ist ja widerlich, kann man sich gar nicht ohne schlechtes Gewissen zu betrinken…
Das Sportpublikum (also der Teil, der sich nicht gegenseitig in die Ohren geschrien hat) ist trotzdem auffällig. Keine große Bewegung findet statt, die meisten stehen ruhig auf ihrem Fleck, wiegen sich im Takt. Schließen die Augen, lassen die Schallwände auf sich wirken.
Der Sänger hat zudem eine sehr markante Stimme. Er singt trotzdem nicht besonders gut; dafür textet er umso besser.
Man merkt ihm an, dass er Spaß hat. Vermutlich braucht er die Gruppe Sport als Ausgleich zu den wunderbaren Kante, bei denen er auch spielt. Diese haben sich ja der Theatermusik zugewandt, doch je sanfter Kante werden, desto härter werden Sport. Ich finde ja beides klasse, aber es ist sicher, wie vieles, Geschmackssache.
Trotzdem mag Sport nicht überzeugen. Liegt es daran, dass sich eine so laute Band in einem Club einfach besser macht als unter freiem Himmel? Oder doch eher daran, dass es eiskalt ist und nieselt? Oder an den übersteuerten Lautsprechern, die die gewaltigen Tonmassen nicht mehr weiterbringen mögen? Irgendwie alles.
Die guten geben sich alle Mühe, doch scheinen sie selber nach gut der Hälfte ein wenig die Lust zu verlieren. Routiniert spielen sie weiter, nicht gelangweilt, aber auch nicht enthusiastisch.
Ich empfehle die Gruppe Sport uneingeschränkt allen Leuten, und das schon längere Zeit. Doch weder Open Air noch kleine Lautsprecher scheinen so recht zu ihnen zu passen.
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